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  • jan8865

Die Reise in die Ukraine

Aktualisiert: 14. Jan. 2023




Unter Mitwerkung von

Die Stadt Winterberg & die Einzelhändler Winterbergs

Caritas Konferenz Gruppe Siedlinghausen und Winterberg

Caritas

Kipepeo

Pastoral Verein Winterberg

Ancora GmbH

Yaponinha



Wie hat es angefangen?

Die Abiturgruppe 2022 vom Gymnasium hatte 5.000,00 € gesammelt für Flüchtlingshilfe. Mit mehreren Spenden und Erlösen vom Flohmarkt Kipepeo schüttet einen Betrag von € 9.000,00 aus.

Wir haben diese verteilt auf 3 Länder, aus denen mehrere Neubürger in Winterberg stammen.

3.000,00 € gingen an Ärzte Ohne Grenzen in Afghanistan

3.000,00 € zu einem Physiotherapiezentrum für Kriegsopfer in Nordsyrien (Molhamteam-Projekt)

3.000,00 € sollten an ein Projekt in der Ukraine gehen. Wir suchen ein laufendes Projekt in der Ukraine, und wir haben es in einem Kontakt zu Lena Heese von der Ancora GmbH in Berlin gefunden. Lena wurde in der Ukraine geboren und arbeitet seit Kriegsbeginn mit voller Energie und Leidenschaft für Menschen in ihrer Heimat. Persönlich Engagement ist ihr wichtig und sie fährt die regelmäßig in die Ukraine.

»Komm mit,« sagte sie, dann können Sie sehen, wohin Ihre Spenden gehen."

Eine Herausforderung, die wir angenommen haben!



„Das wichtigste wäre allerdings, das Gefühl nicht vergessen zu werden.“


Mit dieses Motto sind wir unsere Aktion angegangen.



Hilfsaktion Ukraine 4 und 5 November 2022




7 Stände mit ca. 65 Helfern in 2 Tagen, das war eine tolle Zusammenarbeit!




Ca. 250 volle Boxen gesammelt und 3.100 € Spenden.

Viele Winterberger haben mitgemacht, das war genau das Ziel!


Wir haben die Wagen der BNT Spedition mit vereinten Kräften beladen.

Und noch am selben Tag, in guter Gesellschaft, ab nach Berlin.

















Mit eine LKW gechartert und mit Fahrer von Ancora GGMbH zur Grenze von Ukraine gefahren.

Wir konnten unsere Boxen wieder in Lviv begrüßen. Alles sofort bereit für den nächsten Tag.


Das erste Haus.

Psycho-neurologische Einrichtung für Frauen (Ca. 200 Bewohner, davon 50 aus Kriegs-gebieten), Jaktoriv.

Großes Problem in dieser Einrichtung ist die Lebensmittelversorgung und Heizung durch mehrfache Blackouts. Als wir dort waren, war der Strom auch wieder für ein paar Stunden weg. Z.B. Essen kochen Für etwa 200 Personen ist das alles sehr schwierig.

Anschaffung einen sogenannten Gulaschkanone konnte ein gute Notlösung sein.










Unser nächster Besuch war das Hospiz in Yosypivka- Pavlyky mit ca. 45 Einwohnern

Ein Hospiz in der Ukraine ist eigentlich eher ein Pflegeheim, wie Sie es in Deutschland kennen.

Altbau mit Feuchtigkeit und Schimmel, geht eigentlich nur mit eine Kernsanierung.

Wir helfen mit neuem Metallgeschirr und Handtücher.


Am nächsten Tag nach der Einrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit kognitiven und Physische Behinderungen in Rozdil (ca. 50 km von Lviv).

Von außen ein altes Gebäude, aber von innen überraschend gepflegt. Es war ein schöner Besuch.

Hier bekommt man schnell gute Freunde.Sie waren sehr zufrieden mit unserer mitgebrachten Hygiene. Lebensmittel und andere Waren. Das ist es, was sie jetzt brauchten, denn die Kasse war fast leer, um Lebensmittel zu kaufen.


Und dann noch ein anderes Hospiz in Zhuravno.

Es gab einen Mann, der sehr berührt war, als er uns erzählte: "Wie Schön, dass immer noch an einen alten Mann wie mich dachte wird".


Daneben war ein Kinderheim mit vielen lieben kleinen Kinder.

Sie waren sehr zufrieden mit dem neuen Kleidung von ByZille aus Winterberg und die Boxen

mit anderen Waren.

In den Kinderheimen sieht alles ein bisschen besser aus, aber auch dort muss man viele zusätzliche Kindermünder füllen , 1/3 weitere Kinder aus dem Osten von das Land.




Kinderheim in Yasen – ca. 120 Kinder (davon 50) aus den Kriegsgebieten)

Ein neuer Tag mit nur einem Besuch, aber zu etwa 170 Kilometer von Lviv. Aber das bedeutete fast 4 Stunden fahren mit dem Auto. Hauptstraßen und die Straßen rund um Lviv sind

okay, aber es gibt Raum für viel Verbesserung auf dem Land. Lange Zeit wurde dieses Haus für Menschen genutzt, mit dem Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, aber es ist jetzt ein Kinderheim. Gut ausgestattet, aber trotzdem braucht es auch alles.



Die kleinen Kinder begrüßten uns. Das Team war bereit für eine schöne Party. Zuerst mit den kleinen, dann mit dem größeren.

Auch hier konnten wir wieder die Kleidung von ByZylle verteilen. Danach ging die Party los!


Am letzten Tag in Lviv machten wir 5 Besuche. Aber zuerst mussten wir 3 Autos beladen.Der erste Besuch war etwas ganz Besonderes: bei Olja Dragan.

Wir brachten ihr besondere Geschenke von der Jutta und Engelbert Rakoniewski Stiftung. Olja

Gab uns so viel zurück!













Kinderheim Velyki


Die Kinder warteten schon auf uns.

Wir haben Musik gemacht und zusammen gebastelt.


Den Rest der Kleidung haben wir hier zurückgelassen.









Und jetzt mal was ganz anderes: Hundefutter für 21 Deutsche Schäferhunde in

Romaniwka. Sie wurden aus Charkow in der Ostukraine evakuiert.

























Das letzte Hospiz, das wir besuchten, war in Rudky. Es war auch das beste, was wir je gesehen haben. Es hatte sogar ein Gemeinschaftsraum, in dem von Zeit zu Zeit Konzerte oder kleine Veranstaltungen stattgefinder. Aber auch hier Probleme mit regelmäßigem Stromausfall

und der Bedarf an angemessenen Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Auch hier bedankte sich die Bewohner für unseren Besuch undmitgebrachte Geschenke.

In diesem Haus wurde auch Platz für 3 Flüchtlingsfamilien aus der Region Cherson gefunden.



Unser letzter Besuch war an Petro. Und dann die Der Krieg ist plötzlich sehr nahe!

Auf unserer Ukrainereise haben wir in einem modernen Reha-Zentrum Halt gemacht. Dort werdeKriegsver-letzten betreut und behandelt.

Petro, ein kriegsverletzter Soldat und Frau haben auf uns draussen gewartet. Nach seiner Verletzung kann Petro nicht mehr laufen. Ein Bein musste amputiert werden, ein Arm ist durch seine schwere Verletzung nicht mehr fünktionsfähig. Die betroffenen Körperstellen sind voller Narben.

Trotz seines "Herausgesrissenseins" aus dem normalen Leben eines Nichtbehinderten, habe ich so strahlende Augen und ein solch warmes Lächeln von ihm nicht erwartet. Er erzählte uns fröhlich, dass er eine Zusage aus den Niederlanden zur Prothesen- anpasssung bekommen hat und freut sich wenn er endlich wieder selbständig Auto fahren kann.

Wir haben für Petro ein Geschenk mitgebracht: einen eigenen, freundlicherweise von der Familie Behrend gestifteten, Rollstuhl.

In null Komma nichts und ohne jegliche Hilfe ist Petro in diesen neuen Rollstuhl umgestiegen. Ich arbeite bereits seit mehreren Jahren mit gehandicapten Menschen und so etwas habe ich noch nie gesehen. Seine Frau stand an Petros Seite, ich habe in Ihrem Gesicht keine Spur von Verzweiflung gesehen, nur die feste Überzeugung, dass alles zu schaffen ist...

Ich möchte euch heute, am Heiligabend den Satz, den uns Petro gesagt hat, mitteilen. Er hat mich mitten ins Herz getroffen:

"Ich habe nicht aus Hass gegen meine Feinde gekämpft, sondern aus Liebe zu meiner Heimat"



 

Die abgeholten Güter ihr Ziel sehr gut erreicht und haben viele dankbare Gesichter gebracht. Aber der Winter kommt bald. Wie werden die älteren Menschen, behinderten und Kinder durch die kommenden Monate kommen?


Und dann nach Hause mit vielen Eindrücken und Gedanken.













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